Editorial
Editorial ist die Disziplin, in der ein Model am wenigsten ausführt und am meisten beiträgt. Eine Strecke lebt davon, dass jemand eine Idee versteht und sie weiterträgt.

Der Unterschied zur Werbung ist grundsätzlich. Eine Kampagne hat ein Ziel, das vor dem Shooting feststeht; eine redaktionelle Strecke hat ein Thema, das sich im Fotografieren entwickelt. Deshalb funktionieren am Editorial-Set andere Menschen: solche, die Vorschläge machen, statt Ansagen abzuwarten, und die es aushalten, wenn eine Stunde lang etwas ausprobiert wird, das am Ende nicht verwendet wird.
Für die Auswahl heißt das, weniger auf Perfektion und mehr auf Eigenart zu achten. Gesichter, die in der Werbung als zu speziell gelten, tragen eine Strecke oft besser als konventionell schöne. Wir schlagen für Editorials bewusst Models vor, die wir für eine Beauty-Kampagne nicht vorschlagen würden — und umgekehrt.
Die Gagen liegen in der Regel unter denen kommerzieller Produktionen, und das ist beiden Seiten bekannt. Der Gegenwert ist Sichtbarkeit und Portfoliomaterial. Das funktioniert als Abmachung, solange es offen benannt wird: Ein Editorial mit anschließender Zweitverwertung als Kampagnenmotiv ist kein Editorial mehr, und der Nutzungsumfang gehört dann von Anfang an in die Vereinbarung.
Praktisch am wichtigsten ist die Vorbereitung. Schicken Sie uns das Konzept, nicht nur den Termin. Wenn wir wissen, worum es geht, schlagen wir Gesichter vor, die zum Thema passen — und das ist bei Editorial mehr wert als jede Maßangabe.
Was eine redaktionelle Strecke braucht
- 01
Das Konzept, nicht nur das Datum
Bei Editorial ist das Thema das wichtigste Auswahlkriterium. Ein Moodboard sagt uns mehr als jede Maßliste.
- 02
Eigenart vor Perfektion
Sagen Sie uns, wenn Sie bewusst etwas Ungewöhnliches suchen. Dann sieht die Vorauswahl völlig anders aus.
- 03
Nutzung ehrlich klären
Redaktionell oder mit späterer kommerzieller Zweitverwertung? Das muss vor der Buchung feststehen, nicht danach.
- 04
Zeit für Entwicklung
Redaktionelle Sets brauchen Raum zum Ausprobieren. Ein durchgetakteter Plan erstickt genau das, wofür Editorial gemacht ist.
Aus dem Roster
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Schicken Sie uns das Konzept oder ein Moodboard, dazu Termin und die geplante Nutzung. Wir schlagen Gesichter vor, die zum Thema passen — nicht die, die am glattesten aussehen.
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